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Glossar — Fachbegriffe rund um LED-Neonschilder

Glossar — Fachbegriffe rund um LED-Neonschilder

Wer sich zum ersten Mal mit individuellen Leuchtschildern beschäftigt, stößt auf zahlreiche Fachbegriffe — von Lumen über IP-Schutzklassen bis hin zu Frontlit und Backlit. In diesem Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe in verständlichem Deutsch, damit Sie bei Ihrer Bestellung genau wissen, was Sie bekommen.

LED Neon Classic

Die moderne Weiterentwicklung des klassischen Glasröhren-Neons. Statt einer mit Edelgas gefüllten Glasröhre kommt ein flexibler Silikon-Lichtleiter zum Einsatz, in dem dicht gepackte LEDs für die Lichtemission sorgen. Das Ergebnis sieht aus wie ein traditioneller Neon, ist aber bruchsicher, leichter, energiesparender und arbeitet mit ungefährlicher Niedervolt-Spannung. LED Neon Classic ist die mit Abstand häufigste Bauart unserer Schriftzug-Schilder.

Frontlit

Eine Bauart von 3D-Leuchtbuchstaben, bei der das Licht direkt nach vorne (zur Front) abgestrahlt wird. Die Vorderseite der Buchstaben besteht aus transluzentem Acrylglas, durch das die LEDs nach außen leuchten. Frontlit-Buchstaben sind kontrastreich, gut lesbar aus großer Entfernung und damit die klassische Wahl für Werbeanlagen, Schaufenster und Firmenlogos an Fassaden.

Backlit

Eine 3D-Buchstabenbauart, bei der das Licht nach hinten — also zur Wand hin — abgestrahlt wird. Der Buchstabe selbst bleibt vorne dunkel, hinter ihm leuchtet jedoch ein heller Lichtkranz auf der Wand: der sogenannte Halo-Effekt. Backlit-Schriftzüge wirken besonders edel und stimmungsvoll und sind in Hotellobbys, hochwertigen Boutiquen und Architekturprojekten beliebt.

Halo-Effekt

Der weiche Lichthof, der bei Backlit-Buchstaben rund um den eigentlichen Buchstaben auf der Wand entsteht. Er erzeugt eine indirekte, fast schwebende Beleuchtung und gilt als besonders elegantes Designmerkmal. Die Stärke des Halo-Effekts hängt vom Abstand der Buchstaben zur Wand (typisch 20–40 mm) und von der Reflexionsfähigkeit der Wandfarbe ab — auf weißen oder hellen Wänden ist er am ausgeprägtesten.

Channel Letters (Profilbuchstaben)

Im Englischen die übliche Bezeichnung für 3D-Leuchtbuchstaben mit umlaufender Seitenwand — auf Deutsch oft „Profilbuchstaben“ oder „Kanalbuchstaben“ genannt. Sie bestehen aus einer Rückwand, einer umlaufenden Seitenwand (dem „Channel“) und einer transluzenten Front. Im Inneren sitzen die LEDs. Channel Letters können sowohl als Frontlit, Backlit oder als Kombination beider Verfahren ausgeführt werden.

Leuchtkasten (Kaseton)

Ein flacher, von innen beleuchteter Kasten — meist rechteckig oder quadratisch — mit einer leuchtenden Front, auf der Logo, Schriftzug oder Werbebotschaft angebracht ist. Die polnische Bezeichnung „Kaseton“ wird in der Branche auch im deutschsprachigen Raum verwendet. Leuchtkästen sind die klassische Werbeanlage von Apotheken, Restaurants, Tankstellen und Banken und werden überwiegend im Außenbereich eingesetzt.

XPS-Buchstaben

Buchstaben aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS), die anschließend lackiert oder beklebt werden. XPS ist extrem leicht, lässt sich präzise mit der CNC-Maschine schneiden und ist deutlich günstiger als Acryl- oder Aluminium-Bauweisen. XPS-Buchstaben werden vor allem für Indoor-Dekorationen, Messestände, Geburtstagsdekorationen oder temporäre Ausstellungen verwendet — sie sind nicht für den dauerhaften Außeneinsatz gedacht.

RGB

Abkürzung für „Red, Green, Blue“ — die drei additiven Grundfarben des Lichts. In einem RGB-Lichtleiter sitzen LEDs in genau diesen drei Farben, die sich elektronisch zu praktisch jedem Farbton mischen lassen. Über eine Fernbedienung oder App wählen Sie zwischen Millionen Farbtönen, vorgefertigten Lichtszenen oder dynamischen Farbverläufen. Reines Weiß lässt sich mit RGB allerdings nur näherungsweise darstellen.

RGBW

Erweiterung der RGB-Technik um eine vierte LED in reinem Weiß (W = White). Damit lassen sich Pastelltöne, Hauttöne und sauberes Weißlicht deutlich naturgetreuer darstellen, weil das Weiß nicht aus der Mischung der drei Grundfarben entstehen muss. RGBW-Lichtleiter sind etwas teurer als RGB, lohnen sich aber überall dort, wo neutrales Weiß oder warmweißes Wohnambiente gewünscht ist.

Pixel Pitch

Der Abstand zwischen zwei benachbarten LEDs (oder Pixeln) auf einem Lichtleiter, gemessen in Millimetern. Ein kleiner Pixel Pitch (z. B. 8 mm) bedeutet eine sehr dichte LED-Bestückung und damit ein gleichmäßiges, „durchgehendes“ Licht ohne sichtbare Einzelpunkte. Bei großen Schildern aus weiterer Entfernung kann auch ein größerer Pixel Pitch ausreichend sein. Wir wählen den Pitch passend zum Betrachtungsabstand.

Lumen (lm)

Die physikalische Maßeinheit für den Lichtstrom — also die gesamte Lichtmenge, die eine Lichtquelle nach allen Richtungen abgibt. Im Gegensatz zu Watt (Stromverbrauch) sagt Lumen direkt etwas über die Helligkeit aus. Eine moderne Wohnzimmerlampe liefert rund 800 lm. Ein typischer LED-Neon-Schriftzug erzeugt zwischen 500 und 2.000 lm — je nach Größe und gewählter Lichtfarbe.

Farbtemperatur (Kelvin)

Die Maßeinheit, in der die Lichtfarbe von Weißlicht angegeben wird. Niedrige Werte (etwa 2.700 K) ergeben ein warmes, gemütliches Gelblicht, vergleichbar mit einer klassischen Glühbirne. Mittlere Werte (4.000 K) liefern neutralweißes Licht. Hohe Werte (6.000 K und mehr) erzeugen ein kühles, fast bläuliches Tageslichtweiß. Für Wohnräume empfehlen wir 2.700–3.000 K, für Büros und Werkstätten 4.000 K.

IP-Schutzklasse

Die international genormte Klassifizierung, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. „IP“ steht für „International Protection“. Die erste Ziffer beschreibt den Staubschutz (0 bis 6), die zweite den Schutz vor Feuchtigkeit (0 bis 9). Häufige Werte: IP20 (Innenbereich), IP44 (Spritzwasser), IP65 (staubdicht und Strahlwasser, geeignet für Außenmontage), IP67 (kurzzeitiges Eintauchen).

Acrylglas / Plexiglas / PMMA

Drei Bezeichnungen für denselben Werkstoff: Polymethylmethacrylat — ein transparenter, schlagfester und UV-beständiger Kunststoff, der das ideale Trägermaterial für LED-Neonschilder ist. „Plexiglas“ ist eigentlich ein Markenname, wird aber umgangssprachlich oft synonym verwendet. Wir nutzen Acrylglas in Stärken von 3 bis 8 mm und in vielen Varianten: kristallklar, milchig, getönt, schwarz oder spiegelnd.

PVC

Polyvinylchlorid — ein robuster Kunststoff, der vor allem für die Korpusse von 3D-Leuchtbuchstaben und für die Rückwände von Leuchtkästen eingesetzt wird. PVC ist leicht, witterungsbeständig, lässt sich gut bedrucken und lackieren und ist preislich attraktiver als Aluminium. Wir verwenden ausschließlich phthalatfreies PVC, das den europäischen REACH-Vorschriften entspricht.

Netzteil / Adapter

Das Bauteil, das den Hausstrom (230 V Wechselspannung) auf die niedrige Gleichspannung umwandelt, mit der die LEDs arbeiten — meist 12 V oder 24 V. Wir liefern jedes Schild mit einem hochwertigen, EU-zertifizierten Netzteil, das auf die Leistungsaufnahme des konkreten Schildes abgestimmt ist. Für Outdoor-Anwendungen kommen wetterfeste Netzteile mit IP65 zum Einsatz.

Fernbedienung

Bei dimmbaren oder farbwechselnden Modellen mitgelieferte Steuerung, mit der Sie Helligkeit, Farbe, Lichtprogramm oder Ein-/Aus-Schaltung kabellos regeln. Standardmäßig handelt es sich um eine kleine Infrarot- oder Funk-Fernbedienung; auf Wunsch lassen sich viele Modelle auch per Smartphone-App über WLAN oder Bluetooth steuern und so in Smart-Home-Systeme einbinden.

Distanzhalter (Spacer)

Kleine zylindrische Abstandshalter — meist aus poliertem Edelstahl oder Aluminium — mit denen die Acryl-Trägerplatte oder die 3D-Buchstaben in einem definierten Abstand vor der Wand montiert werden. Typische Distanzen liegen zwischen 15 und 40 mm. Bei Backlit-Schildern sind die Distanzhalter zwingend nötig, weil ohne sie der Halo-Effekt nicht entstehen kann.

Custom Neon

Sammelbegriff für vollständig individuell gefertigte Neonschilder, bei denen Schriftzug, Schriftart, Größe, Farbe und Hintergrund komplett nach Kundenwunsch konfiguriert werden — im Unterschied zu Katalogware oder vorgefertigten Standarddesigns. Bei Omineo ist im Grunde jedes Schild ein Custom Neon, weil wir keine Lagerware vorhalten und nur auf Bestellung fertigen.

Logo-Neon

Eine Sonderform des Custom Neon, bei der das Logo eines Unternehmens, einer Marke oder eines Vereins als Lichtschriftzug umgesetzt wird. Voraussetzung für eine saubere Produktion ist eine Vektordatei (SVG, AI, EPS, PDF). Sehr filigrane Logos mit Linien unter 8 mm Breite müssen vor der Produktion vereinfacht werden, weil dünne Bereiche im Silikon-Lichtleiter nicht mehr zuverlässig leuchten.

Hochzeitsneon

Romantische Lichtschriftzüge, die als Fotohintergrund, Tisch-Dekoration oder Hingucker an der Backdrop-Wand eingesetzt werden. Beliebte Motive sind die Initialen des Brautpaares, das Hochzeitsdatum oder Klassiker wie „Mr & Mrs“, „Better Together“ oder „Forever“. Üblicherweise in warmweißem oder rosa Licht auf transparentem Acrylhintergrund — so wirkt der Schriftzug wie schwebend.

Wandmontage

Die häufigste Befestigungsart unserer Schilder. Die Acryl-Trägerplatte hat kleine Bohrungen, durch die Schrauben in zuvor gesetzte Wanddübel eingedreht werden. Mit Distanzhaltern entsteht ein eleganter Abstand zur Wand. Alternativen sind Hängesysteme mit transparenten Drahtseilen, doppelseitige Klebepads (für leichte Schilder bis ca. 1 kg) oder Klettsysteme — ideal für Mietwohnungen ohne Bohrlöcher.

Outdoor vs. Indoor

Der entscheidende Unterschied liegt in den verbauten Komponenten. Indoor-Schilder (IP20) sind günstiger, leichter und für trockene Innenräume konzipiert. Outdoor-Schilder (IP65 oder höher) haben abgedichtete Lichtleiter, wetterfeste Netzteile, UV-stabilisierte Acrylvarianten und korrosionsbeständige Befestigungselemente. Sie kosten etwa 15–20 % mehr, halten dafür aber Regen, Frost und Sonneneinstrahlung problemlos stand.

Watt — Leistungsaufnahme

Die Maßeinheit für den elektrischen Stromverbrauch. Ein typischer LED-Neon-Schriftzug von einem Meter Breite verbraucht zwischen 15 und 40 Watt — vergleichbar mit einer modernen LED-Deckenleuchte. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde und 5 Stunden Betrieb täglich entstehen so jährliche Stromkosten von etwa 2 bis 5 Euro. Verglichen mit klassischen Glasröhren-Neons sparen LED-Neons rund 80 % Energie.

12 V / 24 V LED

Die zwei gängigen Niedervolt-Betriebsspannungen für LED-Lichtleiter. 12 V eignet sich für kleinere Schilder bis ca. 1,5 m Länge — bei längeren Strecken kommt es zu einem Spannungsabfall, der sich als Helligkeitsverlust am Ende des Lichtleiters bemerkbar macht. 24 V verteilt die Spannung über längere Distanzen gleichmäßiger und ist daher für größere Schriftzüge die bessere Wahl. Beide Spannungen sind für den Menschen ungefährlich.

Flexibler LED-Streifen

Die technische Grundlage moderner LED-Neons. Ein flexibler Trägerstreifen aus Kunststoff trägt mehrere hundert kleine LEDs pro Meter, die in Reihe verschaltet sind und gemeinsam betrieben werden. Bei LED Neon Classic wird dieser Streifen in eine durchgehende Silikonhülle eingebettet, die das Licht diffundiert und dem Schriftzug das gleichmäßige, „durchgehende“ Erscheinungsbild eines klassischen Neons verleiht.

Vektordatei

Eine Bilddatei, deren Inhalte mathematisch als Linien und Kurven beschrieben sind — und nicht als Pixel. Vorteil: Vektordaten lassen sich beliebig vergrößern, ohne unscharf zu werden. Übliche Formate sind SVG, AI (Adobe Illustrator), EPS und PDF. Für die Produktion eines Logo-Neons benötigen wir idealerweise eine solche Vektordatei. Pixelbilder (JPG, PNG) können wir gegen Aufpreis vektorisieren.

Sie haben einen Begriff vermisst? Schreiben Sie uns — wir ergänzen das Glossar gerne und helfen Ihnen bei jeder technischen Frage rund um Ihr Wunschprojekt weiter.

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